…darf`s noch ein bißchen mehr sein?

Wenn der Staat Geld braucht, müssen alle an einem Strang ziehen.

Auszug aus der F.A.Z.:

“Jetzt rächt es sich, dass der Staat in der Krise gepumptes Geld mit beiden Händen zum Fenster hinausgeworfen hat, um Banken zu stabilisieren, Schulen zu streichen, Altautos abzuwracken oder Opel zu konservieren. Mehr noch: Jetzt rächt es sich auch, dass die große Koalition in den drei Jahren boomender Konjunktur vor der Krise, die sprudelnden Steuerquellen nicht viel stärker dazu genutzt hat, die Neuverschuldung zurück zu fahren und die Schulden zu tilgen. (…)”

Finanzminister Steinbrück:

“Für den Bundeshaushalt planen wir eine Nettokreditaufnahme von 86,1 Milliarden Euro. (…) Nächstes Jahr nehmen wir darüber hinaus auch Kredite für die beiden Sondervermögen zur Konjunkturstützung und zur Bankenrettung auf. Wie hoch diese in den nächsten Jahren sein werden, kann derzeit niemand genau sagen. Es wäre aber durchaus ein Erfolg, wenn wir die Schuldenaufnahme bis 2013 auf rund 40 Milliarden Euro zurückführen. Das ist mein Ziel.”

>>> Zum Artikel…


Und wie sollen die Löcher gestopft werden?

“…durch eine Anhebung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes sollten dem Staat künftig 14 Milliarden Euro an zusätzlichen Einnahmen generiert werden.”

“Anlass zur Tobsucht bot Merkels Lieblingsparteifeind Günther Oettinger, der es in einem Interview eine gute Idee fand, die Mehrwertsteuer auf Maultiere, Bücher oder Van Gogh-Gemälde – also alle Dinge, für die der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent gilt – auf 9 Prozent anzuheben.” f.a.z.


>>> Liste der dem ermäßigten Steuersatz unterliegenden Gegenstände <<<

Nahrungsmittel

Lebende Tiere

Briefmarken

Nahverkehr (Fahrkarten über Strecken bis 50Kilometer)

Kino

Presseerzeugnisse

Rollstühle (Krücken, Hörgeräte, Herzschrittmacher, künstliche Hüftgelenke u.a. Implantate / Pharmaindustrie fordert regelmäßig einen ermäßigten Satz für Medikamente)

D.h. also, dass sich die Rentner, die sich vor der letzten Wahlkampagne noch über eine Steuererhöhung freuen durften, demnächst also als “Dankeschön” an den Staat ein bißchen mehr für ihre lebensrelevanten Hilfen & Maßnahmen zahlen dürfen!?

Die Studenten, die ohnehin schon gegen die Studiengebühren plädieren, müssen für Ihre Bildung dann auch ein bißchen mehr ausgeben…und dabei ist die Bildung doch so ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft.

Die Pendler werden sich bestimmt auch freuen, wenn sie demnächst wieder etwas höhere Kosten haben…aber hauptsache, die Bahn kommt pünktlich.

Und dann gibt`s ja noch die lieben Tiere…von den netten Bauern, die sowieso schon um Ihre Existens kämpfen…ja, unsere Politiker sind echt super!

F.A.Z.: “Längst haben sich auch die Fachleute, die in der jetzigen Situation für Steuersenkungen plädieren, auf und davon gemacht. Hingegen wird die Gruppe jener immer größer, die in absehbarer Zeit höhere Steuern für unausweichlich hält. „Eine Steuererhöhung kommt ganz sicher“, ist der Hannoveraner Finanzwissenschaftler Stefan Homburg überzeugt. Auch Wolfgang Franz, der Vorsitzende des Sachverständigenrats („Fünf Weise“) oder Klaus Zimmermann, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), halten Steuererhöhungen für unausweichlich: Zum Schuldenabbau soll der Mehrwertsteuersatz von 2011 an von 19 auf 25 Prozent steigen, fordert Zimmermann.”

Quelle: www.faz.net

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Stichwort: Landwirtschaft:

Bauern auf den Barrikaden

Niedrigere Steuern und ein eigenes Konjunkturpaket: Die deutschen Bauern verstärken den Druck auf die Politik. Doch die Resonanz ist bislang eher verhalten…

>>> Zum Artikel …

Quelle: www.focus.de

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„Der Markt versagt, da müssen bäuerliche Existenzen gerettet werden“

“Sonnleitner appellierte an Politik, Industrie und Handel, endlich den Wahnsinn der Preisspirale nach unten sowie den Wahnsinn der Bürokratie zu stoppen. Um die Arbeitsplätze auf den Bauernhöfen und in der Verarbeitung zu sichern, bräuchte die Landwirtschaft sofort ein Krisenpaket. Es könne nicht sein, dass es Schutzschirme für die Banken gebe und „bei den Landwirten nur Löcher. Aktuell versagt der Markt, dann müssen bäuerliche Existenzen gesichert werden!“, forderte Sonnleitner. (…)”

>>> Zum Artikel …

Quelle: www.bauernverband.de

~ von zumeva am 30/06/2009.

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