Manipulation der Massenmedien!?

Die heutigen Werbeslogans sind nur eine Methode der Markenkampagnen, um ihre Produkte erfolgreich an den Konsumenten zu bringen. Jingles im Supermarkt, nackte Frauen auf Plakaten oder der Werbespot, der sagt ‚Katzen würden Whiskas‘ kaufen, weil diese nicht wissen, dass ihr gutes Futter mit Aromastoffen so aufbereitet wurde, dass ihre tierischen Instinkte sie veranlassen, 80% Wasser mit diversen anderen fleischförmigen Konsistenzen zu sich zu nehmen. Überall lauern die Medienmanipulationen, denn schließlich kommt es nur auf die Verpackung an.

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Im Fernsehen bekommt jeder O-Ton die passenden Bilder, damit sich die Informationen gleichzeitig auf dem visuellem und dem akustischem Weg im Gehirn verankern. Einfache Bilder, einfache Sprache und eine einfach verständliche Werbeaussage: Attention, Interest, Desire, Act und die Katze im Sack ist gekauft.

„Psychologen gehen davon aus, dass man Produkte, die wiederholt präsentiert werden, leichter erkennt und einordnet. Allein diese Leichtigkeit bei der Wahrnehmung geht mit einem positiven Gefühl einher, das unmittelbar auf das Objekt übertragen wird. Mit anderen Worten: Ein Gefühl überträgt sich auf das Produkt, das eigentlich nicht von der Einstellung, der Meinung oder dem Wissen darüber herrührt, sondern allein von der empfundenen Mühelosigkeit der Informationsverarbeitung.“ 1

Fernsehen macht also nicht dumm, es geht davon aus, dass wir es sind. Somit wird auf einfache Art suggeriert, was wir nunmal wollen, denn immerhin ist der Kunde König. Die neue Weltmacht heißt demnach Konsumismus?

Laut Wikipedia wird als ‚alltäglicher Konsumismus‘ die in den deutschen Kaufsuchtstudien empirisch belegte Tendenz vieler Menschen in den Konsumgesellschaften beschrieben, sich mit Produkten oder Dienstleistungen zu identifizieren und ihr Selbstwertgefühl davon abhängig zu machen.

Begreifen wir den Konsumismus, so können wir uns wieder auf unsere eigenen Werte und Bedürfnisse besinnen und uns dem Fluss der Schnelllebigkeit entziehen.

Dieser veranlasst nicht nur das ständige Streben nach mehr, sondern teilt unsere Gesellschaft in Klassen, so dass wir zwischen Arm und Reich differenzieren, zwischen cool und uncool, zwischen sozial in der Gesellschaft integriert und asozial.

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Schaut man sich die Entwicklung der Werbung in den vergangenen 50 Jahren an, so stellt man fest, dass sich die Werbemaßnahmen nicht nur vom Anspruch und den Produkten her verändert haben, sondern zudem auch von den Assoziationen, die dem Verbraucher suggeriert werden.

Der Luxuskonsum stellt sich der Notwendigkeit gegenüber und durch das penetrante Wiederholen und die Einfachheit helfen die Werbetreibenden den Verbrauchern gerne beim lernen. Ein verankerter Markenname schützt uns schließlich davor, zwischen all den anderen wichtigen Dingen selbst entscheiden zu müssen. So kann man sich ruhig darauf verlassen, dass einem bestimmt eine gute Marke aus der TV-Werbung einfällt.

Und wenn nicht das, dann spuckt einem das Unterbewusstsein vielleicht eine der vielen Firmen aus der Schleichwerbung aus?

Selbst Kinder werden in ihrem Kaufverhalten analysiert und manipulativ gelenkt. So besagt die neue Kids Verbraucher Analyse (Kids VA 2010) „Die junge Zielgruppe ist medienaffin und offen für Werbung. Ein weiteres Ergebnis lässt Werbetreibende aufhorchen: Das Markenbewusstsein steigt an.“ 2

Neigt die Gesellschaft wirklich so derart zum Konsumismus? Sollten wir unseren Kindern mehr Aufmerksamkeit widmen, wenn es um das Vermitteln von Werten geht, anstatt sich über die heutige konsumsüchtige Jugend zu beschweren? Legen wir unsere eigenen Bedürfnisse wirklich nach dem Maßstab der Medien aus?
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1 Quelle: ‚Subtile Mächte‘ von Arnd Florack und Martin Scarabis
2 Quelle: www.Horizont.net

 

 

~ von zumeva am 12/08/2010.

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